Südweststurm verursacht Probleme

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Im Hafen von Terschelling schlägt ein Fischkutter los, auf der Westerschelde gerät ein Binnenschiff in eine brenzlige Situation als die Maschine ausfällt. Schnelles Eingreifen der Retter verhindert Schlimmeres

An anderthalb Meter hohe Wellen im Hafen von Terschelling kann sich Hafenmeister Eric Baauw nicht erinnern. Da Hochwasser und Sturm aus Südwest genau zusammenfielen, war der Hafen nahezu ungeschützt den anlaufenden Wellen ausgesetzt. Einige Yachten schlugen los und die Stege bekamen einiges an Winddruck und Seegang ab. Glücklicherweise trieb der Fischkutter nicht in den Yachthafen. Er wurde zuvor von einem Steinwall gestoppt und sogleich von der Reederei Noordwal, einem Bergeunternehmer, gesichert. Die Steinmole am Traditionsschiffsteg stand unter Wasser.

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Auf der Westerschelde hat ein beladener Stückgut-Binnenfrachter den Seegang unterschätzt. Die Folge: Die Wellen schlugen über das niedrige Freibord in den Laderaum des Frachters. Als in der Folge auch noch die Maschine den Dienst versagte, rief der Schiffsführer um Hilfe. Die KNRM barg den Matrosen von Bord ab, der Kapitän blieb. Kurz darauf wurde der Frachter vom einem Schlepper des Bergebetriebs Multraship auf den Haken genommen und in Hansweert abgeliefert. Der Skipper hatte Glück. Fast genau vor einem Jahr sank ebenfalls im Sturm nur wenige Meilen vor Vlissingen entfernt ein Frachter aus dem gleichen Grund. Wenn die Laderaumabdeckung nicht aufgebracht wird, kann Seegang in den Raum schlagen. Das Schiff sinkt dann meist recht schnell. Das passiert den Profis erstaunlicherweise im Schnitt einmal im Jahr in den Niederlanden.

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