Hafenporträt Compagnieshaven Enkhuizen

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Es ist sicher einer der geschäftigsten Häfen in den Niederlanden: Der Compagnieshaven in Enkhuizen. Er liegt nahe an der Stadt und bietet perfekte Infrastruktur. Leser Dirk N aus Köln beschreibt seinen Heimathafen so:

Seit 65 Jahren Jahren gibt es den Compagnieshaven in Enkhuizen. Mit über 600 Plätzen nicht gerade ein kleiner Hafen, aber durch die eingebette Lage zwischen der Silhouette der alten Handelsstadt Enkhuizen und dem Zuiderzee Museum ergibt sich eine besondere Atmosphäre.
Das Hafenmeisterteam ist professionell und hilfsbereit, wenn es darum geht einen Liegeplatz zu bekommen. Wenn man als Passant ankommt wartet meistens schon ein Hafenmeister am Meldesteiger und ruft einem den Liegeplatz zu, wenn man ihm die Bootsgröße und Aufenthaltsdauer mitgeteilt hat. Da im Hochsommer gegen Nachmittag die Boote wie an einer Perlenschnur aufgereiht einlaufen, ist dies die effektivste Methode schnell einen Platz zu verteilen und einen Stau zu vermeiden. Erst wenn es Abend wird und die Boxen gefüllt sind legen sich die Neuankömmlinge ins Päckchen ganz vorne am Meldesteiger oder quer zu den Boxengassen an den Hauptstegen.
Es gibt zwar auch einen Liegegeldautomaten am Hafenmeistergebäude, der einem anzeigt, ob eine Box vom Liegeplatzinhaber freigegeben wurde für diesen Tag, aber die Erfahrung zeigt, dass der Automat nicht immer funktioniert.
Eins sollte man nicht tun, sich Abends in eine Box einfach reinlegen. Es könnte ja noch der Dauerlieger zurückkommen. Ist kein Hafenmeister mehr da geht es also nur in die Lücken zwischen den Boxengassen an die Hautptstege oder ins Päckchen am Meldesteiger, wobei die Tankstelle freigehalten werden muss, denn dort tanken auch die Rettungsboote der KNRM Reddingstation in Enkhuizen.
Hat man sich nach dem Anlegen sortiert und das Boot aufgeklart, so kann man die alte historische Stadt Enkhuizen erkunden oder bei einem Sundowner auf der Aussenterasse des Restaurants „de Mastenbar“ den Tag ausklingen lassen. Im Sommer gibt es ständig Veranstaltungen in der Stadt. Hervorzuheben sind die Jazz-Festival Tage. Mehrere Tage lang spielen Musiker und Bands auf den Strassen oder z.B. in dem Saal des alten Wehrturmes Dromedaris. Es ist sicherlich das bekannteste Gebäude der Stadt und liegt direkt am alten Hafen.
Hat man den ersten Abend in der Stadt genossen, so kann man am nächsten Morgen entscheiden, ob man das Zuiderzee Museum besuchen möchte, was eine Art Freilichtmuseum ist und man das Leben wie vor hundert Jahren erleben kann, oder man fährt mit der alten Fähre „Friesland“ für einen Ausflug nach Medemblik. Es gibt viel zu sehen und zu erleben in der von der früheren Heringsfischerei und Niederländischen Ostindien Kompagnie geprägten Stadt.

Info zum Hafen

Ansteuerung:
Vom Markermeer kommend muss man durch das Naviduct Krabbersgat (von weitem zu erkennen am Ufo-artigen Schleusenwärterhaus) um in das Ijsselmeer zu gelangen. Man hält sich Steuerboard um den Kanal in richtung Ijsselmeer zu fahren. Am Ende des Kanals liegt auf Backboard die Einfahrt zum Compagnieshaven.
Vom Ijsselmeer kommend steuert man die Fahrwassertonne Kg9 an. An der Tonne Kg13 befindet sich die Hafeneinfahrt.

Versorgung:
Im Hafengebäude befindet sich ein kleiner Supermarkt, der je nach Saison ab 7:30 oder 8:00 Uhr frische Brötchen, Croissants und sonstige Lebensmittel anbietet. Er bietet auch Gasflaschen an. Im Ort selber befinden sich weitere Bäcker, Käsehandlungen, etc. , sowie auch ein DEEN Supermarkt in etwa 1km Entfernung.

Kulinarisch:
Auf dem Hafengelände das Resturant De Mastenbar mit sehr guter Küche, jedoch nicht immer für den schmalen Geldbeutel. Die Lunchkarte oder Snackkarte bietet Mittags und Nachmittags aber auch preiswerte Kleinigkeiten. Tipp: Extra nach der Snackkarte fragen, da man ansonsten nur die Lunchkarte bekommt. Im Ort selber ist das Grand Cafe und Restaurant van Bleiswijk ein Tipp. Preis-Leistung sensationell. Da es nicht direkt an einem der zahlreichen Häfen gelegen ist, ist es eher von Einheimischen als von Segler gut besucht.

Anm. d. Red.: Man kann im Hafenbecken vor dem zuiderzeemuseum auch prima ankern. Allerdings wird auch dort kassiert.

Hafenmeister: +31(0)228 313 353

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