Erneut Container verloren – TSS dicht bei Sturm?

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Geht es nach der Mehrheit der Tweede Kamer, dem Bundestag der Niederlande, wird das Verkehrstrennungsgebiet nördlich Terschelling bei Sturm geschlossen für die Schifffahrt. Das soll für mehr Sicherheit sorgen

Der Frachter OOCL Rauma hat im Sturm sieben Container nördlich von Ameland verloren. Schnell kommt da die Erinnerung an das Unglück der MSC Zoe, die an gleicher Stelle im Sturm 350 Container verlor und eine Umweltkatastrophe in der Wattensee auslöste. Bis heute sind nicht alle Stahlgefäße gefunden worden, einige, so wird vermutet, werden nie wieder auftauchen.

Der Niederländische Onderzoeksraad voor Veiligheid, eine Art BSU (Bundesstelle für Schiffsunfalluntersuchung), hat im Laufe seiner Untersuchungen zum Unglück darauf hingewiesen, dass die MSC Zoe womöglich den Seeboden berührt haben könnte. Das sei bei großen Wellen und ungünstiger Tide beosnders nördlich von Ameland, wo eine Untiefe bis in den südlichen des TSS reicht, durchaus möglich.

Abkürzung: Das TSS nördlich Terschelling

Die Niederländischen Abgeordneten fordern nun eine Schließung des Trennungsgebietes bei Sturm. Es ist eine Art Abkürzung in die Deutsche Bucht, die Kapitäne gerne nehmen, das es einen Umweg durch das nördlich gelegene, tiefere Trennungsgebiet erspart. Da das TSS nördlich Terschelling allerdings auch in Deutschland weitergeführt wird, ist ein Alleingang der Nachbarn schwierig. Die Abgeorneten versuchen es daher auf dem Weg der Notverordnung, da bereits am nächsten Wochenende Sturm Dennis erwartet wird.

Die Vereinigung der Reeder in den Niederlanden weist auf die ökologischen Konsequenzen hin, wenn ein Umweg gefahren werden muss. Zudem sei die Seenotrettung, sowie die Bergung von über Bord gegagngenen Container weiter draußen auf See deutlich schwieriger, wenn es zu einem Notfall kommt.

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