Das Herz von Amsterdam: Der Sixhaven

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Zugegeben: Viele Skipper scheuen den Hafen wegen seiner Enge, aber genau das macht ihn aus. Schön langsam und mit Übersicht geht das bis etwa 15 Meter Schiffslänge. Darüber wird es tatsächlich schwierig. Das Gute: Es sind immer genügend Menschen da, die beim Anlegen helfen.

Wer einläuft wird alsbald von einem der Hafenmeister mit einem Pfiff begrüßt. Ist sich der Master of Disaster der Aufmerksamkeit des Schiffsführers gewiss, weist er einen Liegeplatz an. Sind die Plätze alle belegt, wird der Raum zwischen den Boxen belegt. Voll ist der Hafen, wenn kein Wasser mehr zu sehen ist, von der schönen Sonnenterasse der Hafenkneipe. Dann kehrt Ruhe ein auf dem Wasser. Auf den Stegen jedoch beginnt das Leben. Woher? Wohin? Was sind die Pläne für den Abend? Landfein gemachte Seeleute machen sich auf den Weg in die Stadt. Der geht mit einer kostenlosen Fähre übers Wasser und sofort saugt einen diese fantastische Stadt in sich auf.

Während es im Sixhaven im Allgemeinen eher nonchalant zugeht -das man bei solch einer Enge Rücksicht aufeinander nimmt, versteht sich- gibt es eine steinharte goldene Regel: Wer um 12 Uhr nicht raus ist, muss für den nächsten Tag zahlen. Da nicht jeder, der gerade erst ankam gleich weiter möchte, entsteht somit um halb Zwölf ein lsutiges Boote-Tetris. Es wird rangiert, geschoben, palavert, gelacht, abgefendert und umgelegt. Schließlich sind alle, die weiter möchten, unterwegs und alle die bleiben wollen, sind da. Der beste Moment um im Sixhaven anzukommen ist daher auch rund halb eins am Mittag. Dann gibt es die Chance auf einen Platz in einer Box. Viel Spaß im spannendsten Hafen der Niederlande!

Info zum Hafen:

Ansteuerung: Direkt gegenüber des Hauptbahnhofs von Amsterdam an der Nordseite des IJ hinter dem weißen Wellenbrecher auf dem WVDS steht

Versorgung: Supermarkt (Dirk) etwa 600 Meter vom Hafen fußläufig entlang der Hauptstraße, hinter dem Aeolushafen etwa 300 Meter hinter dem ersten Supermarkt befindet sich in einer alten Industriehalle ein Feinschmecker-Einkaufstempel von Jumbo. Unbedingt sehenswert! Tanken an der Straßentankstelle etwa 200 Meter weiter entlang der Hauptstraße hinter dem Supermarkt

Kulinarisch: Hotel Goudfazant, ebenfalls nördlich des IJ am Wassergelegen. Vom Hafen fußläufig erreichbar in Richtung Oranjesluizen. Sehr ungewöhnliches Restaurant in dem man neben alten Autos speist.

Hafenmeister: +31 (0)20 – 632 94 29 Anrufen ist jedoch sinnlos, da reservieren nicht möglich ist

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